Trauerfeier

Liebes Leben,
gib mir Tränen, gib mir Mut,
und von allem mehr.
Mach mich böse, mach mich gut,

nur nie ungefähr.

(Konstantin Wecker)

 

 

Schweren Herzens teilen wir mit,
dass unser geliebter Ehemann, Vater, Sohn und Freund,

 

Dr. Wolfgang Swoboda

 

am Mittwoch, dem 17. April 2013, völlig unerwartet
im 56. Lebensjahr von uns gegangen ist. Viel zu früh müssen wir
von ihm Abschied nehmen, trösten uns aber mit dem Gedanken,
dass er bis zur letzten Minute beruflich und sportlich aktiv sein konnte.

Die Urne wird am 10. Mai 2013 um 12.00 Uhr im Rahmen einer gemeinsamen Trauerfeier auf dem Friedhof in Brunn am Gebirge aufgebahrt.

Die Beisetzung findet zu einem späteren Zeitpunkt im Kreise der Familie statt.

Wir werden uns immer in Liebe und Dankbarkeit an unseren Bärli erinnern.

                                                 Evi                                  Lina und Max

                                                            (Ehefrau)                                                   (Kinder)

Charlotte und Gunther

(Eltern)

im Namen aller Verwandten und Freunde

 

Im Sinne des Verstorbenen ersuchen wir von Blumen- und Kranzspenden abzusehen und den dafür vorgesehenen Betrag in einer Box vor Ort für karitative Zwecke zu spenden.

 

 

Wie ist es passiert?

Alle Freunde von Wolfgang,

am vergangenen Mittwoch waren Wolfgang, Martin, Otto und ich eine Runde radeln. Von Wien über unseren Treffpunkt in Langenzersdorf nach Tulln und zurück. „Wir“ sind nicht mehr alle an unsere Ausgangspunkte zurück gekommen. Dabei hat alles so gut, mit Schmäh verbunden und gut gelaunt begonnen.

Mittwoch Nachmittag hat Wolfgang noch bei mir angerufen, zu kommunizieren dass er mit dabei ist. So war das dann auch, als er in LE angekommen ist, war nach unserer Begrüßung gleich eine starke Meldung von ihm. Ich hatte mir im Winter einen besonderen Wunsch erfüllt, ein neues Rennrad, „ich hab geglaubt Du hast ein g’scheites Rad gekauft“. So hat die Plänkelei schon begonnen.
Dann entlang der Donau hinauf, ab Tulln wieder herunter.
Wir beiden haben uns immer wieder lange Sequenzen unterhalten, Rad neben Rad. Über die letzte Skitour am Sonntag. Er hat mit Begeisterung über seine erzählt - ich war am Sonntag unterwegs zu einer Tour in die Triebener Tauern, am Sonntag morgen bei der Anreise hatten wir miteinander telefoniert.
Wir haben uns gegenseitig erzählt wie’s war, über Schnee, Wetter und sonstwas geredet. Es kam auch die Frage ob ich nicht nochmal eine Schi Tour mit ihm machen möchte.
Sehr lange haben wir uns über die Vorzüge von Ausdauersportarten unterhalten. Wolfgang hat mit am Mittwoch sehr detailliert über seinen Umstieg/Einstieg auf Inlineskaten, Mountainbiken erzählt. Wie viel Zeit er aufgebracht hat, wie sich seine Kollegen nicht nur positiv geäußert haben und wie oft er dabei gute Lösungen im Kopf entwickelt hat.
Also keine Bolzerei, in keiner Sekunde hab ich das Gefühl gehabt, dass sich Wolfgang nicht wohl fühlt oder dass es ihm nicht gut geht. Im Gegenteil, er war gut drauf !

Ja und dann dieses furchtbare Ereignis.

Ich war gerade an der Spitze unserer Gruppe, dreh mich wieder, wie halt immer, kurz nach hinten und seh dass da überhaupt keiner da ist. Das war schon sehr ungewöhnlich. Dass mal einer zurückbleibt, ok, manchmal muss Mann auch mal, aber gleich alle drei.
Abbremsen, umdrehen in einem. Der erste Gedanke war Reifen- oder Raddefekt, im schlimmsten Fall Sturz von einem von uns.
Als ich wieder dabei war lag Wolfgang am Boden, Otto und der helfende Arzt begannen zu reanimieren nachdem der Arzt keinen Puls festgestellt hat. Sturz gab es keinen, keine sichtbare Versetzung und auch später war nichts am Rad sichtbar. Martin war der erste bei ihm, Wolfgang lehnte schräg an der Böschung, noch das Rad unterm Hintern.
Martin versuchte zu telefonieren, ich hörte ihn schimpfen weil niemand am anderen Ende der Leitung abhebt. Ich nehm mein’s wähl 144 und hab da sofort jemand dran. „Wir brauchen dringend einen Notarzt, “ viele Fragen –kurze Antworten, dann fragt die noch um eine Hausnummer. Am Treppelweg! Dazwischen hat unser helfender Arzt mit der Notarzt Leitstelle telefoniert und einige „fachliche“ Aussagen gemacht.
Mit der Leitstelle blieb ich verbunden bis ich den ersten Notarztwagen sah, es kamen 2, auch Martin hatte über seine Leitung Erfolg.
15 – 20 Minuten, das ist in dieser Situation eine Ewigkeit, furchtbar wie lange das dauerte. Aber gleichzeitig war ich so froh dass die da waren. Die packten ein unglaublich umfangreiches medizinisches Equipment aus, da saß jeder Handgriff, flink und professionell.

Ich schnaufte durch, für mich war das jetzt nur eine Frage von kurzer Zeit bis Wolfgang die Augen wieder aufmacht. Aber er tat es leider nicht.
Das Ärzteteam war unermüdlich, ich hielt unmittelbar Infusionsflaschen, die wurden gewechselt. Manches von dem was das Arzt Team besprach war weit weg, dann wieder klar da.
Angst überfiel mich, verdammt, wie lange dauert das noch. Und dann war die Frage nach dem Heli, da war wegen einbrechender Dunkelheit auch kein Spielraum mehr. Klare Ansage – kommen !
Das dauerte nicht sehr lange, der drehte über der Donau 2 Runden, machte einen ordentlichen Wirbel und landetet zu unserem völligen erstaunen am Treppelweg, quer, Heck über dem Wasser.
Der Transport vom dem Platz zum Hubschrauber passiert rasch, gleichzeitig wurde weiter reanimiert.
 Bis zum Abheben des Heli verging nochmal viel Zeit, ich weiß nicht warum das so lange dauerte. Als der weg war kam der leitende Arzt, der mir dann sagte dass es sehr sehr kritisch ist.

Das zog mir den Boden unter der Füßen weg. Bitte warum, warum Wolfgang, der Sportler, das kann ja nicht wahr sein.

Die Polizei nahm mittlerweile alle Daten auf. Auf meine Frage wie das mit Kontaktaufnahme mit der Familie ist, sagten die Beamten „das machen wir“. Bumm, bitte nicht. Daraufhin hab ich dann Xandi angerufen. Den weiteren Verlauf mit Telefonaten an Xandi und dann Gerhard, kennt ihr.
Wir haben uns anschließend mit Xandi und Liz bei Otto in LE getroffen.

Ich hab so viel Vergnügen mit Wolfgang bei Skitouren, regelmäßig bei unseren Abendtouren auf’s Stuhleck und beim Rad fahren gehabt, es ist unglaublich und nicht fassbar.

peter

 

 

 

 

Eure Spenden

Im Sinne des Verstorbenen haben wir euch ersucht von Blumen- und Kranzspenden bei der Trauerfeier abzusehen und den dafür vorgesehenen Betrag in einer Box vor Ort für karitative Zwecke zu spenden.

 

Die gesammelten Spendengelder für "Licht ins Dunkle" ergaben einen Betrag von:

 

€ 4.054,0

 

Es wird damit Familie C. aus Niederösterreich unterstürtzt:

 

Familie C. hat insgesamt 3 Kinder, wobei das jüngste Kind mit einem Darmverschluss am 23.11.2012 zur Welt kam und sofort auf der Intensivstation behandelt werden musste. Nur 2 Monate später wird bei der Mutter Brustkrebs im Endstadium festgestellt. Am 19.2.2013 ist die Mutter verstorben. Der Vater hat durch die Pflegefreistellung seine Arbeit verloren und ist in Karenz gegangen. Neben dem tragischen Verlust der Kindesmutter ist die finanzielle Situation sehr angespannt. Wir werden um die höchstmögliche Aushilfe gebeten.

 

 

Diese Spendenaktion war im Sinne unseres Wolfgang.

Da auch das jüngste Kinder von Familie C. an seinem Geburtstag geboren wurde, sehen wir hier eine Verbindung unserer Schicksale.

 

Wir danken euch für alle Spenden!

Evi, Max & Lina